Nach den turbulenten Jahren 2022–2024 hat sich der deutsche Immobilienmarkt neu geordnet. Was bedeutet das für Verkäufer, Käufer und Eigentümer 2026?
Der deutsche Immobilienmarkt hat zwischen 2022 und 2024 eine erhebliche Korrektur erlebt. Steigende Zinsen, gedämpfte Kaufkraft und Unsicherheit ließen die Preise in vielen Segmenten um 10–20 % gegenüber dem Allzeithoch fallen. In manchen Lagen – vor allem kleinere Städte und ländliche Gebiete – waren die Rückgänge noch stärker.
Seit Ende 2024 zeigen die A- und B-Städte aber wieder Stabilisierung, teils erste Erholungstendenzen. Wie entwickelt sich der Markt weiter, und was bedeutet das für Verkäufer und Käufer 2026?
Bauzinsen für 10-jährige Darlehen liegen Anfang 2026 bei rund 3,5–4,0 %. Das ist deutlich höher als die historischen Tiefststände von 2021 (ca. 1 %), aber merklich unter dem Höchststand von Herbst 2023 (ca. 4,5 %). Sinkende Zinsen der EZB haben die Finanzierungskosten wieder leicht gesenkt.
Die Folge: Die Nachfrage erholt sich, aber langsam. Käufer, die sich 2022–2023 zurückgezogen haben, kommen wieder an den Markt – aber mit realistischeren Preiserwartungen.
Der Neubau ist eingebrochen. Baugenehmigungen 2023 und 2024 lagen rund 30–40 % unter den Werten der Vorjahre. Das führt zu einem strukturellen Angebotsdefizit, das sich in den nächsten Jahren zunehmend bemerkbar machen wird – vor allem bei bezahlbaren Wohnungen in Ballungsräumen.
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und die EU-Gebäuderichtlinie erhöhen den Druck auf energetisch schlechte Objekte. Immobilien mit Energieklasse F, G oder H werden im Vergleich zu effizienten Objekten mit zunehmend größeren Abschlägen gehandelt. Käufer kalkulieren die Sanierungskosten ein.
| Markttyp | Entwicklung 2025 | Ausblick 2026 |
|---|---|---|
| A-Städte (München, Berlin, Hamburg) | Stabilisierung | Leicht steigend |
| B-Städte (Leipzig, Dresden, Hannover) | Leichte Korrektur | Stabil bis steigend |
| C/D-Städte und Umland | Rückgang 5–10 % | Stabil |
| Ländliche Räume (strukturschwach) | Rückgang 10–20 % | Weiter unsicher |
| Neubau energieeffizient (A/B-Klasse) | Stabil | Leicht steigend |
| Altbestand sanierungsbedürftig | Rückgang | Unter Druck |
In A- und B-Städten: Der Markt ist realistischer geworden, aber noch immer gut für Verkäufer. Wer einen marktgerechten Preis ansetzt, findet Käufer. Wer am Höchstpreis von 2022 festhält, wartet lange.
In C/D-Städten und ländlichen Räumen: Die Nachfrage ist schwächer, die Kaufentscheidung dauert länger. Energetischer Zustand und Ausstattung sind wichtiger denn je. Wer jetzt verkaufen muss, sollte realistische Erwartungen haben.
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2026 ist für Käufer deutlich bessere Zeit als 2020–2022. Preise sind realistischer, die Verhandlungsposition stärker. Wer gute Bonität hat und langfristig denkt, findet in Deutschlands Wachstumsregionen weiterhin attraktive Objekte.
Wichtig: Energetischer Zustand und Lage sorgfältig prüfen. Die Kosten für eine Sanierung von Energieklasse G auf C können 50.000–150.000 € betragen – das muss in den Kaufpreis einkalkuliert werden.
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